Betonpflastersteine zeichnen sich durch ihren robusten Charakter und einen geringen Pflegeaufwand aus. Für Betonsteine im hausnahen Umfeld wird allerdings immer häufiger der Wunsch geäußert, die Steine zu reinigen. Seit einigen Jahren werden daher entsprechende Reinigungsprodukte angeboten.
Reinigungsmittel für Betonsteine lassen sich entsprechend den unterschiedlichen Verschmutzungen und Anwendungen grob in drei Gruppen einteilen:
- Säurehaltige Mittel: Sie lösen anorganische Verschmutzungen (z.B. Zementschleier, Mörtel, Kalk oder Rost). Sie sind unwirksam bei Öl, Fett, Wachs und Versiegelung.
- Laugenhaltige Mittel: Sie lösen einige organische Verschmutzungen wie z.B. Allgemeinschmutz, pflanzliche Öle und Fette. Sie sind unwirksam bei Zementschleier, Kalk und Rost
- Lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel: Sie lösen organische Verschmutzungen, wie Mineralöle, Synthetische Fette, Harz, Klebstoff, Teer, Wachsschichten, Farben. Sie sind unwirksam bei Zementschleier, Kalk und Rost.
Vor der Reinigung ist daher genau zu erkunden von welcher Art die störende Verschmutzung ist. Denn nur so kann das richtige Reinigungsmittel ausgewählt werden.
Im Vorfeld aller Überlegungen gilt jedoch abzuklären, ob eine Reinigung grundsätzlich die richtige Maßnahme für eine Pflasterfläche ist. Es gibt durchaus Pflasterfläche, die Ihren Reiz auch aus der Patina beziehen, die sich im Laufe der Zeit auf den Steinen angesammelt hat. Denken wir an einen versteckten Sitzplatz im Garten, einen eingewachsenen Gartenweg oder die eingewachsene Garagenzufahrt.
Eine solche Fläche kann durch eine gründliche Reinigung Ihren Charme und Charakter verlieren und durch das übertriebene Entfernen der Alterspatina an Reiz einbüßen.
Zusammenfassung:
- Vorab Prüfen, ob die Reinigung überhaupt sinnvoll ist
- Es gibt unterschiedliche Reinigungsmittel für Betonstein
- Vorab Prüfen welche Art von Verschmutzung man entfernen will
| Buchtipp: | Pflastern mit Betonsteinen von Clemens Esser. Erschienen im Verlag Eugen Ulmer KG, Stuttgart. ISBN 3-8001-4193-0. |