Eine gepflasterte Fläche bedarf stets einer allseitigen Einfassung. Diese hat die Aufgabe, Verschiebungen der Pflastersteine im Randbereich zu verhindern. Die Randeinfassung wird immer vor der Pflasterung eingebaut. Sie kann in der Höhe bündig zum Pflaster gesetzt oder mit Überstand eingebaut werden.
Oberflächenbündig wird eingebaut, wenn die Pflasterfläche in die angrenzende Fläche entwässert werden soll. Auch bei direkt angrenzenden Rasenflächen kann der flächenbündige Übergang von Nutzen sein, da man dann nicht aufwendig die Rasenkanten schneiden muss.
Soll die Randeinfassung jedoch betont werden, baut man diese mit Überstand ein. Die Fläche wirkt so dominanter, da sie klar umgrenzt ist. Vorzugsweise wählt man in solchen Fällen edle Materialien, die auf den Flächenbelag abgestimmt sind.
Als Materialien für Randeinfassungen eignen sich Randsteine, Palisaden, Betonpflastersteine, Natursteine, vorhandene Hausfassaden und Gartenmauern.
Die Randeinfassung ist nach der Entwässerung das erste Bauteil, das bei einer Pflastermaßnahme eingebaut und später gestalterisch wirksam wird. Die Auswahl des Material ist daher mit Bedacht zu treffen und auf die übrigen Baumaterialien am Ort abzustimmen, um einen wilden Materialmix zu vermeiden. Die Hersteller bieten hier eine Vielzahl von Möglichkeiten an, die sowohl die Bedingungen "Ton in Ton", aber auch die Betonung der Randeinfassung durch "Hervorheben" erfüllen.
Da die Randeinfassung vor der Pflasterung eingebaut wird, ist vor Beginn der Einbauarbeiten der exakte Standort zu ermitteln. Dabei sind die Rastermaße der Pflastersteine zu beachten, um später unnötige Schneidearbeiten zu vermeiden.
Zusammenfassung:
- Jede Pflasterung benötigt eine allseitige Randeinfassung.
- Randeinfassung auf Pflasterung und Umgebung optisch und funktional abstimmen.
- Lage der Randeinfassung auf die Rastermaße der Pflastersteine abstimmen
| Buchtipp: | Pflastern mit Betonsteinen von Clemens Esser. Erschienen im Verlag Eugen Ulmer KG, Stuttgart. ISBN 3-8001-4193-0. |