Tipps vom Fachmann: 05 Randanschlüsse
Tipps für den GaLaBau - Ein Service der Steinwerk-Kooperation, Bendorf/Rhein

Es gibt so gut wie keine Pflasterfläche, die ohne Passstücke auskommt. Irgendwo an den Seiten gibt es immer eine Schräge und die Steine müssen passgenau zurecht geschnitten werden.

Als Geräte eignen sich dazu Nassschneider oder Pflasterspalter. Heute weniger im Einsatz sind Trockenschneidegerät oder der gute alte breite Meißel.

In jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Passstücke nicht zu klein und nicht zu spitz zulaufend hergestellt werden. Solche Steine neigen zum Bruch. Sie lösen sich dann leicht wieder aus der Fläche heraus. Um dies zu vermeiden gibt es eine alte Pflasterregel: ‚Die kürzeste Seite eines Passsteines soll nicht kleiner sein als die kurze Seite des Ausgangssteines' - die unstabilen Keil- und Zwickelsteine verbieten sich mit dieser Regel von allein.

Um die Keil- und Zwickelsteine zu vermeiden ist es daher oft notwendig in der vorletzten Reihe den Pflasterverband zu verlassen, um entsprechend große und stabile Passstücke einbauen zu können.

Aus optischen Gründen hat es sich als vorteilhaft erwiesen eine Pflasterung seitlich durch eine Läuferschicht einzufassen. Die Pflasterung wird auf diese Weise gerahmt, wie ein Bild, die Passstücke werden besser integriert und wirken weniger störend. Treffen zwei Pflasterflächen aneinander, sollten diese stets durch mindestens eine Läuferschicht voneinander getrennt sein, damit jede Fläche für sich stehen kann. Es entsteht so ein optisch zufrieden stellender Gesamteindruck.

Zusammenfassung:

Buchtipp: Pflastern mit Betonsteinen von Clemens Esser.
Erschienen im Verlag Eugen Ulmer KG, Stuttgart. ISBN 3-8001-4193-0.