Tipps vom Fachmann: 04 Verlegung im Verband
Tipps für den GaLaBau - Ein Service der Steinwerk-Kooperation, Bendorf/Rhein

Für Betonsteinpflaster gibt es eine große Anzahl unterschiedlicher Verlegemöglichkeiten. Jeder Hersteller zeigt in seinen Produktunterlagen eine Vielzahl Verlegemuster, die sich mit seinen Steinen verwirklichen lassen. Die Auswahl geschieht zumeist unter der Prämisse des Geschmacks. - ‚Welches Muster finde ich schön?'.

Verlegeverbände von Pflastersteinen haben aber durchaus auch einen technischen Hintergrund. Einige Verbände sind in der Lage die Stabilität der Pflasterung zu erhöhen, andere sind ausschließlich für die fußläufige Belastung geeignet.

Ausschließlich für fußläufige Belastung im Privatbereich, z.B. Terrassen oder Gartenwege, geeignet sind alle Verbände mit einer Kreuzfuge, also die Kreuzfugenverlegung oder auch die Parkettverlegung. Sie haben durch die ungünstige Fugenanordnung die schlechteste Kraftübertragung auf die Nachbarsteine.

Besser ist die Kraftübertragung bei der Reihenverlegung. Sie ist zudem einfach auszuführen und auch für geringfügigen PKW-Verkehr, z.B. die Garagenzufahrt, geeignet.

Die höchste Stabilität verleiht die diagonale Verlegung einer Fläche. Die Steine werden diagonal zur Fahrt- oder Laufrichtung verlegt. Die Kräfte werden über möglichst viele benachbarte Steine abgetragen. Ein bekannter diagonaler Verlegeverband ist die Fischgrätverlegung. - Wenn es irgend möglich ist, sollten daher Flächen, auf denen ständig Autoverkehr zu erwarten ist, diagonal zur Überfahrrichtung verlegt werden.

Das Wissen um die Stabilität der diagonalen Pflasterverlegung ist bereits sehr alt, so sind z.B. in Italien, auf den noch vorhandenen Straßen aus der Römerzeit, viele Pflastersteine diagonal verlegt.

Zusammenfassung:

Buchtipp: Pflastern mit Betonsteinen von Clemens Esser.
Erschienen im Verlag Eugen Ulmer KG, Stuttgart. ISBN 3-8001-4193-0.